Das ist so eine Sache mit MC Rene, aber eins ist klar, totzukriegen ist er nicht. Es ist noch nicht allzu lange her, da sorgte „Die Enthüllung“ für Schlagzeilen, doch danach wieder Funkstille, business as usual. Doch jetzt, wieder völlig überraschend, gibt es ein neues Album von Reen, das in der Reihe „Street Tape“ auf dem Label Periqherique seiner alten Freunde K*Rings Brothers erscheint. Entsprechend ist es auch ein echtes Street-Album geworden, ungefiltert, rough, und das wissen wir seit „Renevolution“, das ist das, was Reen am besten kann. „Der letzte Marokkaner“ ist ein echtes Oldschool-Werk geworden, MC Rene zeigt sich hier mit den Qualitäten, die er hatte, als er noch der Freestyle King war. „Weststadt“, „Der Tag“ oder „Es ist vorbei“, das sind Songs, die den „guten“ Zeiten des HipHops entstammen könnten. Seine altbekannte Schlagfertigkeit stellt Reen auf „Die Bitch“, „Mc Donalds Rapper“ und „Promi Promi“ unter Beweis. Gerappt wird auf Beats von u.a. Isy B, Busy Body und Shuko, die tun ihr übriges, um nicht in den Verdacht zu geraten, hier eine Fortsetzung von „Ein Albums namens Bernd“ abzuliefern. Reen ist zu alter Stärke zurückgekehrt, die Frage ist nur, ob es nicht schon zu spät ist, dass seine alten Fans das noch mitkriegen. Wertung 8/10.