Hamburg vor vier Jahren. Dort brachte das Schicksal, in Form eines Aushangs auf dem Mädels für eine Grrrl-Punkband gesucht wurden, Ines und Linda, beide Sängerinnen, Bassistinnen respektive Gitarristinnen von Randy´s Ripcord, zusammen. Zwei Jahre später stieß Drummer Knut dazu und die Band war komplett. Dass das Schicksal hier mal richtig gelegen hat, beweist nun auf eine sehr eindrucksvolle Art und Weise „Love“, das Debütalbum von Randy´s Ripcord, welches nach ersten, in Eigenregie produzierten Demos, jetzt erscheint. Musikalisch sind Randy´s Ripcord eigentlich nicht schwer zu beschreiben: melodischer, sehr energetischer und druckvoller Grrrl-Punkrock, mit einem Schuss Ramones, sehr viel Ohrwurmcharakter und den beiden rauen und extrem ausdrucksstarken Stimmen von Ines und Linda. Auf allen 12 Songs geht es zumeist recht flott zur Sache und immer, ganz ohne Schnickschnack, straight nach vorne. Gute Songs reihen sich an sehr gute Songs und diese wiederum an Überhits wie „I want you to burn“ oder den mit Abstand besten Song des Albums, „Teenage Hell“. Dieser erinnert nicht nur dank des ähnlichen Namens an den bekannten Undertones Klassiker. Frei nach dem Motto der Lokalmatadore, „Wir scheißen auf die Ramones!“, könnte man hier behaupten: „Wir scheißen auf die Donnas!“ Wer sind die überhaupt? Schon das Debütalbum von Randy´s Ripcord entscheidet diesen (möglichen) Vergleich locker für sich. Beeindruckend, mit welch erschreckender Leichtigkeit, Go Kart Records reihenweise gute Bands (Jupiter Jones, Duesenjaeger, The Go Faster Nuns und jetzt Randy´s Ripcord) so locker aus dem Ärmel schütteln. Wertung 8/10.