Es geht auch live, Quintron & Miss Pussycat haben alles live auf eine 2-Track Maschine aufgenommen, Synthie, Eigenbau-Orgel, Drum Machine und dazu die Vocals. Herausgekommen ist ein spontanes, elektrifizierendes und durchweg spannendes Album des New Orleans Duos. Songs wie „Swamp Buggy Baddass“ sind sicherlich nichts für zartbeseelte Naturen, aber bei Quintron & Miss Pussycat geht es auch nicht um Feinheiten, sondern um krachenden Electro-Funk. Die Wucht mit der die Beiden vorgehen erinnert ein wenig an Princess Superstar, aber auch Räuberhöhle aus Berlin liegen stilistisch gar nicht so weit weg. Eine 48-Minuten Show gibt es auf „Swamp tech“, die immer Überraschungen parat hat und immer anders klingt. Entertainment pur, schräg aber auch nicht zu abgedreht, der Spaß steht hier immer an erster Stelle. Es ist nicht das erste Album, mit dem Quintron, mit anderem Namen Jay Poggi, auf sich aufmerksam macht. Viel bekannt ist über den 1972 in Deutschland geborenen Multiinstrumentalisten nicht, trotzdem wurden seine Alben wie „These Hands of Mine“ oder „Are You Ready for an Organ Solo?“ in der Presse hochgelobt. „Swamp tech“ dürfte da keine Ausnahme werden. Wertung 8/10.