Harte Riffs, Frauengesang, einprägsame Refrains: Das war der Stoff, aus dem jahrelang die Songs der Guano Apes waren. Ein Konzept, dass Presence Of Mind aufgreifen. Wenn es sich bei dieser Combo auch im Gegensatz zu den Apes um eine reine Frauenband handelt. Harte Riffs, Frauengesang – kein Wunder, dass bei den Presence Of Mind-Songs mehr als einmal die Genre-Genossen Die Happy oder die angesprochenen Guano Apes um die Ecke linsen. Und das liegt nicht nur an dem Gesang von Frontfrau Sarah Steinbrecher, der teilweise schon sehr an Marta Jandova erinnert, sondern auch an der Gitarrenarbeit von Sabrina Meier (man höre nur mal den Opener „Turn The Page“). Fans der genannten Bands werden dann auch sicher nicht enttäuscht weiter schalten – soviel ist sicher. Aber auch für alle anderen Rocker ist „Finding Home“ durchaus hörenswert. Okay, die Eigenständigkeit fehlt noch ein bisschen. Ebenso lässt sich kein richtiger Ohrwurm-Song der Güteklasse „Supersonic Speed“ ausmachen. Aber Spaß machen die Songs. Für eine Spitzenwertung reicht das zwar nicht ganz aus. Trotzdem ist „Finding Home“ eine überdurchschnitliche Platte, da sie auch schön abwechslungsreich geraten ist. Nicht nur für alle Lords Of The Boards gilt also: Zugreifen! Wertung 8/10.