Irgendwie muss es wohl in der Verwandtschaft liegen, denn schon Pieta Browns Vater, Greg Brown war musikalisch als Singer/Songwriter aktiv und schaffte es sogar bis zu einer Grammy-Nominierung. Pieta, seine Tochter, veröffentlicht mit „In the Cool“, jetzt ihr zweites Album und gibt ihrem Vater allen Anlass, stolz auf sie zu sein. „In the Cool“ ist ein sehr zurückhaltendes, zugleich aber auch sehr forderndes Album, dominiert von Pieta Browns wunderschöner Stimme und dem Gittarenspiel von Bo Ramsey und findet sich musikalisch irgendwo an der Kreuzung zwischen Blues, Folk und Country wieder. Gerade die Tatsache, dass das Album im Studio komplett live aufgenommen wurde, schafft eine wunderbar intime Atmosphäre, die den zwölf Songs sehr zugute kommt. Vor allem sind es auf „In the Cool“, die etwas ruhigeren und folkigeren Songs, in denen sich, auch dank der poetischen Texte, die Geschichten und kleine Anekdoten aus den Südstaaten der USA erzählen, die ganze Kraft und Aura von Pieta Browns Stimme entfaltet – eine Aura, die es schafft, Rauheit und Fragilität gleichzeitig auszustrahlen. Wertung 7/10.