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Peter Gabriel - Still Growing Up: Live & Unwrapped
Warner Music VÖ: 04.11.2005

„Still growing up“ ist so etwas wie ein Nachschlag auf die „Growing up“-DVD aus dem Jahre 2003, die sich beide auf die ausgedehnte Welttournee im Anschluss an Peter Gabriels 2002 veröffentlichter CD „Up“ beziehen (bei diesem Nachschlag handelt es sich allerdings eher um kleinere Gigs wie z.B. auch Festivals). Zuvor hatte er sich zehn Jahre lang mehr oder weniger als Musiker im eigentlichen Sinne zurückgezogen. Auf seiner eigenen Homepage bezeichnet er sich ja selbst u. a. auch als Video-Maker, nicht zuletzt hatte er 1986/87 erste größere Maßstäbe an Musikvideos gesetzt und damit bei MTV entscheidende Preise abgeräumt. So darf man eigentlich bei seiner jetzigen DVD einiges erwarten. In technischer Hinsicht bleiben diese Erwartungen jedoch unerfüllt, während die Live-Stimmung sehr gut eingefangen wird. Nebenbei ist hier zu sagen, dass seine Tochter Anna hauptsächlich für dieses Video die Verantwortung trägt. Überhaupt scheint das Unternehmen Peter Gabriel in ein familiäres auszuarten, singt seine andere Tochter Melanie doch gleich im Backround mit. Gleich zu Beginn wird der Zuschauer mit teils düsteren, teils außereuropäischen Klängen, die für Gabriel als einem der entscheidenden Impulsgeber für das Genre World Music so markant sind, in eine adäquate Stimmung gebracht. Der armenische Musiker Levon Minassian spielt auf einer Doudouk orientalische Musik, während Peter Gabriel – von hinten beleuchtet – die Bühne betritt.

Im Laufe des Konzertes, das einen Mitschnitt aus Brüssel darstellt und in dem Gabriel immer wieder nahezu akzentfrei seine Ansagen auf französisch hält, bleibt er größtenteils im Hintergrund. Wie auf einer Kommandobrücke steht er an einer Art Schaltpult am linken Rand, umgeben von diversen Synthesizern und Computerbildschirmen, so dass man den Eindruck haben könnte, ein ehemaliges Mitglied von Kraftwerk hätte sich selbstständig gemacht. Lediglich seine heisere und doch auf irgendeine Art und Weise weiche Stimme scheint ständig präsent. Alles in allem vermittelt das Video dem Zuschauer, dass hier Musik „gemacht“ wird. Nahezu gleichwertig bezieht jeder Musiker darin seinen eigenen Wirkungskreis und nutzt ihn auch voll aus. Hier und da tauchen dezente Choreographien von Showeinlagen auf, die bei „Games without frontiers“ in einem seltsam-surrealistischen Einsatz von zweirädrigen abstrakten Streitwagen gipfeln, die mittels Gewichtsverlagerung vorwärts bewegt werden. Mithilfe des Splitscreen-Verfahrens, wodurch Synchronizität der Ereignisse dargestellt wird, sieht man zeitweise bis zu vier Kameraeinstellung gleichzeitig. Immer wieder kommen Nebelschwaden aus dem Nichts, blitzen stroboskobartige Lichtgewitter auf die Bühne und verwandeln die Aura in ein wahrlich theatralisches Schauspiel. Dies scheint etwas verworren, was dem ganzen aber auch das nötige Flair gibt Immer wieder schleichen sich – akustisch gesehen – orientalische, bzw. afrikanische Klänge ein, die plötzlich von fetten Synthie- und Basssounds abgelöst werden. Peter Gabriel selbst macht dabei allein schon aufgrund seines Outfits den Eindruck eines Magiers oder Alchemisten, der all diese Klänge durch seinen Gesang in Gold verwandelt. Seine Bewegungen sind etwas behäbig geworden, wirken dadurch jedoch eher erhaben und weise. Wer ihn zuletzt Anfang der 90er gesehen hat, wird ihn nicht wieder erkennen. Das Video-Material umfasst zwei DVDs, wovon eine sich ausschließlich einem Konzert widmet, einschließlich zwei Bonustracks. Die zweite DVD umfasst noch einmal den überwiegenden Teil des Konzerts als Untermalung zu den dazu eingeblendeten Kommentaren von Peter Gabriel und Bonus-Material, das sich aus Studio-Aufnahmen zu drei Songs und einem Auftritt mit einem Symphonie-Orchester zu zwei Songs zusammensetzt. Wertung 8/10.

Autor:
Frank Findeiss

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