Extrem bodenständig, direkt und mit kraftvollen Gitarrenriffs überzeugen die vier Musiker von Pearls before Swine aus Münster auf ihrer seit ihrer Gründung 2003 nun zweiten veröffentlichten CD „Some more wasted time“. Alleine schon durch die Wahl ihres Bandnamens haben sie sich selbst hohe Ziele gesteckt, denen sie gegenüber ihren Fans gerecht werden müssen. Was sie nach eigenen Aussagen als Vintage Rock bezeichnen, kennt man anderweitig auch schon unter dem Namen Stoner Rock. Auf der Basis von schweren Riffs, eingängigen Harmonien unter Berücksichtigung blueslastiger Wurzeln dröhnt der Sound, ohne es jemals an Melodik fehlen zu lassen. Eine gelungene und technisch saubere Mischung aus Hardrock, Metal und Grunge, bei der auch die Doublebass-Freunde auf ihre Kosten kommen. Erste Assoziationen zu Bands wie Queens of the Stoneage oder ganz besonders Monster Magnet lassen sich nicht aus dem Gedächtnis verdrängen, dennoch bestechen Pearls before Swine durch eine Nuance, die ihren eigenen Stil erkennen lässt. Die Songs des 5-Track-starken Albums charakterisieren sich dabei nicht durch einfallsloses Herumgedresche, sondern zeigen Struktur und weisen auch durchaus, wie zum Beispiel in „Soul scissors“, langsamere, gefühl-vollere Parts auf. Wertung 8/10.