Pablow aka Picasso ist Berliner und hatte einst in Köln eine Crew namens Kapuziner, mit der er 1999 auch eine EP herausbrachte. Bekannt geworden ist er aber mit den Deadly Hyenas, mit denen er u.a. Planet Asia, Gang Starr oder Taktloss supportete. Nach dem Crew-Album „Mukoma“ im Sommer 2004 folgt jetzt sein Solowerk „Mein erster CD“. Das 11-Track Album macht von Beginn an einen äußerst überzeugenden Eindruck, die Produktion, meist von Bronco, klingt soundmäßig astrein und entfaltet einen enormen Druck. Dabei fällt vor allem das Faible für klassische Samples auf, was sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Bestes Beispiel dafür ist „Laber“, ein wahnsinnig eingängiger Track mit Hitqualitäten. Souverän agiert aber auch Pablow, sein Rapstyle wirkt voll entwickelt und passt mit seiner druckvollen Ausdrucksweise perfekt zu den Beats. Nicht so ganz überzeugend wirkt der zweite des Teil des Albums, wie auf „Give It Back“ arbeitet Bronco mit bekannten Samples, das wirkt am Ende aber nicht sehr kreativ und passt auch nicht immer hundertprozentig zu den Raps von Pablow, das gilt auch für das Sean Paul Interlude „Wie Kleba“. Wenn Pablow und Bronco zukünftig die Linie der ersten Tracks von „Mein erster CD“ einhalten haben sie gute Chancen ihren eigenen Weg zu machen. Wertung 7/10.