Wer anhand des Albumtitel „ Dienasty “ vermutet, Overdoze & Dandee bieten uns üblen Battle-Shit, der irrt. Die beiden Rapper kommen mit Mainzer Charme daher (Overdoze sang 12 Jahre lang im Domchor) und haben ein äußerst vielseitiges HipHop-Album abgeliefert. Der erste Song „Listen Up!“ auf dem Album mischt dunkle Ruhrpott-Beats mit französischem Rap. Daneben bringt das Duo auch mal Reggae-Elemente mit ins Spiel wie auf „Backfeof“. Trotzdem dominiert in erster Linie die Abwechslung und so gibt's dann auch mal einen Clubtrack „Clap mein Shit“ oder Battle „Streetlife“. Aber auch englische Raps muss man nicht vermissen, „Foolin Yourself“ featuring Benny Blako deckt diese u.a. ab. Vor allem die Produktion, die u.a. von Rnzo&Rumel sowie K-Beat stammt, kann an dem Album gefallen, die Beats sind gut arrangiert und haben einen druckvollen Sound. Dass bei 20 Tracks nicht alles überzeugt ist auch klar, doch zumindest eine Hand voll Songs, die Werbung für Mainz und Overdoze & Dandee machen, hat „Dienasty“ zu bieten. Wer auf den oft aus Stuttgart bekannten Stylemix aus deutschem, französischem und englischem Rap steht, wird hier seinen Spaß haben. Wertung 6/10.