Genauso, wie man wahrscheinlich darauf verzichten kann, No Use For A Name noch groß vorzustellen, sollte man ebenfalls keine Zeit darauf verschwenden, zu fragen, das wievielste Album „Keep Them Confused“ in der schon recht langen Karriere von No Use For A Name denn ist. Eigentlich egal, die 1987 gegründete Band ist eine Institution im Melody-/Skatepunk und hat noch nie richtig enttäuscht. Das trifft auch, nicht wirklich verwunderlich, auf „Keep Them Confused“ zu, dem ersten Album seit drei Jahren. Einmal mehr findet man hier gutes Songwriting das rasend schnell auf schöne Melodien trifft, typisch kalifornischer Melodypunk halt. Allerdings ist „Keep Them Confused“ gerade für ein Melodypunk Album erschreckend vielseitig geraten. Erstaunliche Ruhe und Zurückhaltung dominieren auf den zumeist ruhigeren und Midtempostücken des Albums, die Stimmung wirkt stellenweise fast schon düster und bedrückend. Synthesizer und Streichinstrumente kommen ebenfalls zum Einsatz und fügen sich gut in diesen Gesamtkontext ein. Klassische Melodypunk-Ohrwürmer finden sich auf „Keep Them Confused“ aber natürlich auch. Abgerundet wird das Album schließlich durch die sehr guten politisch-persönlichen Texte. Aber auch das ist ja nichts großartig neues für No Use For A Name. „Keep Them Confused“ ist ein vielschichtiges, in sich sehr stimmiges Album, was zwar nicht mit größeren Überraschungen aufwartet, allerdings auch nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Wertung 7/10.