Nea macht schwedischen Songwriter-Pop ganz so wie man ihn sich vorstellt. Verträumt, süßlich, leicht kommen die Songs des Debütalbums der 24-jährigen Stockholmerin daher. Bodenständig klingt das Album aber gleichzeitig spürt man, dass Nea weiß was sie macht, dass sie über eine fundierte musikalische Ausbildung verfügt. Leider fehlt es dem Album, das mit „Didn't I“ überaus stark beginnt, im weiteren Verlauf immer wieder an Frische, Songs wie „I Believe In You“ wirken ideenlos und blass. Es wird seicht, man wird nicht hochgerissen, es geht hier um Musik, nicht um Entertainment. Schön wenn es dann mal rockig wird („Climb“), trotzdem bleibt auch hier die Handbremse angezogen. Eigentlich kann man an den 12 Songs nichts bemängeln, spektakulär unspektakulär aber klassisch gut, wer sich ruhig und gepflegt unterhalten lassen will, wird bei Nea glücklich. Etwas mehr Durchsetzungsvermögen hatte jedoch bestimmt nicht geschadet, das hier ist zu brav. Wertung 6/10.