„The Code Is Red... Long Live The Code“ reiht sich mit dem längsten Titel in die ellenlange Discografie von Napalm Death, sticht aber auch musikalisch heraus. Klar bleiben Napalm Death ihrem Sound, den sie seit 1987 so beherrschen wie keine andere Band, treu, aber sie zeigen sich auf dem in Wales aufgenommenen Album experimentierfreudig. Das aber dezent und so verbannte man die beiden extrem langsamen Songs „Morale" und „Our Pain Is Their Power" ans Ende des Albums. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit verschiedenen Sängern, Jello Biafra ist auf „The Great And The Good“ zu hören, Jamey Jasta (Hatebreed) sorgt für Druck auf „Instruments Of Persuasion" und „Sold Short", und Jeff Walker von Carcass zeigt auf „Pledge Yourself To You" dass er wieder da ist. Ansonsten bleibt alles beim Alten, wie auch schon auf den letzten Alben, vor allem „Order Of The Leech“ gehen Napalm Death äußerst engagiert zur Sache und klingen, obwohl sie ihren Grindcore-Metal-Hardcore Mix nicht erst seit gestern machen, völlig unverbraucht. Wertung 8/10.