Movies of the Future – Let´s call it a day
PXF Records VÖ: 14.02.2005
Manchmal kann alles recht schnell gehen. Man trifft sich, merkt das man menschlich und musikalisch auf der gleichen Wellenlänge ist, fängt an zu proben, nimmt die ersten Stücke auf, spielt die ersten Shows und produziert die erste EP. Genauso wie bei den aus Deutschland stammenden “Movies of the Future”, die als Band zwar erst ein halbes Jahr existieren, aber nun schon ihre erste EP veröffentlichen. Musikalisch ist diese allerdings gar nicht mal so einfach einzuordnen: frühe Saves The Day? Thrice? oder sogar Lifetime? Emo? Punk? oder Pop? Wahrscheinlich liegt die Antwort irgendwo dazwischen. Die EP pendelt zwischen (viel) Emo, Punk und Pop, und (wenig) Hardcore (und vielleicht ganz, ganz wenig Metal). Auf “let´s call it a day” finden sich flotte, melodische Emo/Punkstücke (“Blessing in Disguise-der beste Song der EP, der auch definitiv “Mixtapequalitäten” besitzt), die obligatorische Akustikballade (“let´s call it a day”) sowie das ein oder andere Metalzitat. Nach intensiverem Hören kommt man in den Genuß eines recht facettenreichen und auch textlich anspruchsvollen Albums. Das einzige Manko, das meinen eigentlich recht positiven Eindruck etwas schmälert, sind die beiden Akustikstücke, die leider nicht mehr als träge und langweilig daherkommen. Schade eigentlich, denn die schnelleren Songs lassen durchaus auf das vorhandene Potenzial dieser noch recht jungen deutschen Band schliessen. Das ganze kommt übrigens im aufwendig und sehr schön designten Digipack daher. Wertung 6/10.