Dass sich auch die spanische Reggae- und Dancehall-Szene nicht verstecken muss beweist Morodo eindrucksvoll mit seinem zweiten Album „Cosas Que Contarte“. Nachdenklich und spirituell sind die rund 13 Songs, dazu wird das Album auch mit einem Psalm, vorgetragen von Príncipe Jacobo, eröffnet. Durch die weiteren Tracks führt Morodo meist alleine, bekommt aber auch Unterstützung von Mefe, Jagan und Kafu Banton. Aber auch ohne Unterstützung meistert Morodo die Songs ohne Probleme, da er seinen Gesang sehr variabel einzusetzen vermag. Musikalisch tut sich dagegen weniger, mal ein paar orientalische Klänge wie auf „La Yerba Del Rey“, insgesamt hält sich die Produktion aber im Hintergrund. Dass soll aber keineswegs heißen, dass die Arbeiten von Mario Olivares, Miguel Rojo, Gildas Trouet und Dahani minderwertig wären, sie passen sich einfach nur dem spirituellen Konzept des Albums an. Morodo ist ein sehr ausgeglichenes Werk gelungen, dass sich keine Schwächen leistet, dem allerdings auch ein richtiger Smasher-Tune fehlt. Wertung 7/10.