Köln war schon immer ein gutes Umfeld für Indie-Bands und so beweisen auch Minor Mountaineer, dass die sonst so laute Rheinmetropole auch leise Musik hervorbringen kann. Das Sextett lässt die Zeit still stehen, man kann sich zurücklehnen und die Augen schließen, 10 verträumte Songs warten. Mit Piano, Cello und Akkordeon wird der Sound verfeinert, Melancholie trifft auf Einsamkeit, weite Landschaften tauchen ein in eine süße Schwermut, und doch schimmert überall Hoffnung hervor. Nicht immer sind die Arrangements allerdings harmoniebedürftig, „Missing the rockslide“ klingt so etwas verschroben. Fast immer ist „Apollo Songs“ stilsicher inszeniert, es schafft seine Gefühle zu transportieren auch wenn nicht jede Passage musikalisch gehaltvoll ist. Schaffen es Minor Mountaineer in Zukunft nach diesem Debütalbum noch mehr packende Melodiebögen und Spannungselemente in ihre Songs zu packen kann man sich auf etwas wirklich Großartiges freuen. Mit diesem Debüt sind aber auch alle Indie-Freunde bestens bedient. Wertung 6/10.