Es ist ja immer sehr schwierig für Punkrockbands. Gerade typische „Drei-Akkorde-Bands“ haben es nicht leicht, eine immer wieder abwechslungsreiche Musik zu Gehör zu bringen. Das dies aber durchaus nicht unmöglich ist, bewiesen Green Day und Die Toten Hosen als die Speerspitzen dieses Genres wiederholt. Und, um es direkt zu sagen, in dieser Weltklasse-Liga spielen Millencolin einfach (noch) nicht mit. Zwar sind auch die Melodic Punkrock-Songs des aktuellen Drehers gut anzuhören und sorgen live sicherlich auch für eine ganze Menge Spaß. Auch zum Mitgrölen bieten sich einige Lieder wie „Cash Or Clash“ geradezu an. Das Aha-Erlebnis, das eine Melodie sich so richtig im Ohr festsetzt, schafft allerdings keiner der Songs. Und so stoßen Millencolin auch mit „Kingwood“ in der vollkommen unübersichtlich großen Punkrock-Szene nicht in die absolute Spitzengruppe vor. Wer jedoch einfach mal wieder mir viel Spaß abrocken möchte, findet mit „Kingwood“ eine gute Möglichkeit – man höre nur mal „Biftek Supernova“. Fazit? Gerade noch ein Champions League-Platz. Wertung 8/10.