Mit Brooklyn, New York würde man den Erstling des Multiinstrumentalisten Duos Meanwhiles eher weniger assoziieren, dafür aber vielmehr mit solchen Ländern und Regionen wie England, Skandinavien oder dem Mittleren Westen der USA. Nach Großstadt klingt „the nights rewind“ überhaupt nicht und mit anderen Bands aus New York haben die Meanwhiles folglich auch nicht viel gemeinsam. Die Band widmet sich eher ruhigem Indierock mit Folk, Country und starken Slowcore Einflüssen und erinnert dabei sehr an Bands wie Low oder Art of Fighting. Andere musikalische Einflüsse sind die frühen Radiohead, Sigur Ros oder American Music Club. „The nights rewind“ wirkt dabei sehr minimalistisch und ist vor allem durch das Zusammenspiel der beiden Brüder Todd und Josh Allen gekennzeichnet, die sich abwechselnd mal laut und leise oder unter Hinzunahme von Streichern und Mundharmonikas ergänzen. Kraftvoll und ergreifend sollte „the nights rewind“ im besten Falle klingen, doch diese Qualität muss man dem Album leider absprechen. Trotz tatkräftiger Unterstützung von Martha Wainwright, verliert sich die Mehrzahl der zehn Songs im Mittelmaß und wirkt so über große Strecken einfach nur monoton und langweilig. Herausstechen tut keiner der Songs und die durchaus vorhandenen positiven Ansätze gehen somit leider etwas unter. Schade. Wertung 6/10.