Es gibt Bands, zu denen kann man einfach keine neutrale Einstellung haben. Kontroverse Truppen wie Manowar: Man kann sie nur lieben oder ablehnen. Besonders inhaltlich sicherlich diskussionswürdig, zeigen die Amerikaner aber auch wieder auf „Hell On Earth IV“ wie sehr sie von ihren zahlreichen Fans geliebt werden.
Doch zu den DVDs: Die erste Scheiblette zeigt Konzertausschnitte, Live-Songs in voller Länge und immer wieder die euphorischen Reaktionen der Fans auf Konzerten und Festivals, Kommentare der Bandmitglieder und gibt alle möglichen Hintergrundinformationen. Besonders technisch ist das alles fraglos beeindruckend – rasante Kamerafahrten und Schnitte überzeugen. Der zweite Silberling zeigt dann diverse Behind The Scenes-Ausschnitte sowie Szenen aus den TV-Auftritten bei TV Total, Alles Pocher sowie den Viva Comet Awards. Besonders auf dieser DVD wird dann auch immer wieder der berüchtigte „Manowar-Humor“ bezüglich den anwesenden weiblichen Wesen deutlich. Klar, das kann man lustig finden – oder eben auch nicht. Trotz aller Diskussionen: Besonders die Liebeserklärung eines Fans an seine Angebetete auf der Bühne vor all den Fans ist schon mitreißend. Zudem enthält das Package noch eine Audio-CD, die den bislang unveröffentlichten Song „King Of Kings“ enthält. Das zusammen ergibt insgesamt über vier Stunden Material. Und diese Stunden zeigen: Manowar sind immer dann besonders beeindruckend, wenn sie besonders bombastisch rocken (wie in „Freedom Fighters“).
Fazit? Alles bleibt beim Alten. Manowar sind nach wie vor die lauteste Band dieses Planeten. Die Scherze fallen erwartungsgemäß aus. Man kann darüber lachen – oder eben auch nicht. Man kann „Hell On Earth IV“ letztlich lieben oder ablehnen. Aber das ist ja schließlich nichts Neues. Wertung 7/10.