Mach One - Guter Rap gedeiht im Dreck
VÖ: 12.09.2005
Ja, wir haben lange drauf gewartet. Lange nichts von diesem Mach aus Berlin gehört, abgesehen von diesen ganzen Gerüchten. Dann ließ er sich auf einmal auf Konzerten sehen mit der kompletten Berliner Sippe und nun wie aus dem Nichts: Das Meisterstück. Und damit sich keiner Sorgen macht wurde vorab schon mal geklärt dass zwei komplette, sagen wir mal konzeptbezogene Alben folgen werden. "Kannichsein"? Doch doch, wir glauben das mal. Das Mach One "Nichts zu verschenken" hat merkt man schnell, aber warum auch? Wenn man mit seinem Talent einfach so ganz ruhig und lässig, wie es der "Meister aus Kreuzberg" nun mal beherrscht, unaufdringlich prallen kann. Ich habe wirklich lang kein Album mehr in der Hand gehabt was mich so beeindruckt hat. Nicht nur Storys zum Nachdenken, weil man das Erzählte selbst schon mal erlebt hat, nein auch zum Grinsen bringen einen Tracks wie "Schütze deine Eltern". Ein Liebesgeständnis mit sehr viel Herz aber auch Humor hat Mach mit auf den Weg in die Welt geschickt. Tracks wie "Größenwahn" lassen dann wirklich nichts mehr anbrennen, ein Track für die, die Mach wirklich noch nicht gehört haben: Ein Mann Kante wie Bogy, Horrorerzähler wie Basstard, Ficker wie Orgi und selbst Taktloss hat seine Label Biatch von ihm. Einfach ein rundes Ding dieses "Rap Dreck´sstück". Wenn Akte dann auf "On Air" anruft und sich beschwert wieso er nicht unter den Features von Muerte & Tarek, Jope, Darn, Bogy, Isar und B-lash sei, ist die Welt doch eigentlich so locker dass man sehr gern auf die Anforderung "CD 1 endet hier, bitte legen Sie CD 2 ein" direkt eingehen würde. Merci nach Berlin. Wertung 9/10.