Es fällt nicht ganz einfach Loonatikk einzuordnen, irgendwo aus Deutschland kommen sie her, irgendeinen Mix aus Rock, Retro, Funk, Soul, Swing, Tango und Percussion machen sie. Die Vocals von Frank und Maddalena Fanelli (die man nur sehr selten singen hört) halten sich dabei zurück, die Songs haben einen Touch von kraftvollem Instrumental-Sound und kommen mit ordentlich Drive daher. Mit der Abwechslung muss man dennoch ein wenig warten, die ersten vier Songs zeigen sich im trockenen Rock'n'Roll Gewand, erst auf „Diamond Light“ wird es etwas ausschweifender. Was auf dem ersten Album der Band zuerst so erfrischend klingt, nutzt sich leider doch recht schnell ab, insbesondere weil Gitarrenspiel und Gesang nicht variationsreich genug sind. Die zwei Coverversionen von „Cry Me A River“ und „Copacabana“ sind zwar mutig, im Ergebnis aber auch nicht restlos überzeugend. Man merkt den 12 Songs ihr Live-Feeling an, und eben das scheint auch das Metier der Band zu sein. Wer dementsprechend ein spontanes, lebendiges Album sucht kann hier durchaus glücklich werden. Wertung 5/10.