Wenn man mit 3 Jahren schon vor der Kamera steht so ist klar wo die Eltern einen später mal sehen wollen. Lindsay Lohan hat diesen Wunsch und damit den amerikanischen Highschool Traum umgesetzt, sie spielte in „Girls Club“ und neben Jamie Lee Curties in „Freaky Friday“, moderierte 2004 die MTV Movie Awards und bekam gleich selber einen. Nun will sich die 18-jährige New Yorkerin mal der Musik widmen, und das ist ja bekanntlich so eine Sache. Das Cover uhres Debütalbums „Speak“ ist trendy punky, eine Gitarre, ein Totenkopf, das muss reichen. Dass die 12 Songs damit nichts zu tun haben dürfte jedem klar sein, trotzdem kann man das Album als durchweg rockig beschreiben. Was hier durchweg funktioniert sind die Ohrwurmmelodien, ob „First“, „Nobody“ „Speak“, „Disconnected“ oder „Magnet“, die Songs setzen sich fest. Natürlich hat man sich hier freizügig bei Bekanntem bedient, eigenständig klingt die Mixtur aus Rock, Dance und R'n'B nie, aber man hat schon wesentlich Schlechteres gehört. Produziert wurde das Album übrigens vom einstigen Musik-Mogul Tommy Mottola, der war in seinen größten Zeiten Chef von Sony Music und Ehemann von Mariah Carey. Dass Lindsay für Tommy zum Comeback wird ist stark zu bezweifeln, aber immerhin hat sie hier ihr Ziel erreicht und dürfte sich in die Herzen junger Mädchen spielen. Der gestandene Musiker wird da nur den Kopf schütteln, und trotzdem mal hingucken. Wertung 7/10.