Irgendwie hat man ja immer das Gefühl, das Bands die aus New York kommen, auch nach New York klingen sollen – doch wie klingt New York momentan überhaupt? Eher nach den Smiths und Morrisey, den Pogues und vielleicht Billy Bragg, wenn man das Debütalbum von LEVY als Referenz nimmt - so gesehen könnte die Band viel eher aus Großbritannien kommen. Auf „Rotten Love“ findet sich spielerisch leichter, verträumter und mit der ruhigen und verhaltenden Stimme von James Levy vorgetragener, sehr reduziert klingender Indiepop, mit kleinem Postpunk-Einschlag. Der dann wiederum doch an New York erinnert. Potenzielle Hits finden sich auf „Rotten Love“ ebenfalls, zu dem gleichnamigen Titeltrack und besonders zu dem passenden „On The Dancefloor“ könnte demnächst des öfteren in Indieclubs schon mal getanzt werden. Es ist schon unglaublich wie schön und unschuldig sich solche Textstellen wie, „I am sorry I caused you so much pain“ anhören können, nicht viele andere Bands schaffen es mit einer solch erstaunlichen Leichtigkeit über solch schwermütige Situationen zu singen. Zwar fehlt den vier New Yorkern auf „Rotten Love“ noch etwas die Konstanz, aber die kommt bestimmt auf dem zweiten Album, denn LEVY haben das Potenzial um noch ganz groß rauszukommen. Wertung 7/10