In UK schon seit einiger Zeit releast kommt das neue Album der R'n'B Hoffnung Lemar jetzt auch zu uns. Im Vergleich zum Debütalbum „Dedicated“ des 26-jährigen Sängers ist das neue Werk noch stärker auf Balladen fixiert, typische Clubnummern wird man hier nicht finden. Trotzdem ist Lemar mit „If There's Any Justice“ schon ein beachtlicher Hit gelungen, der mit seinen retro Sounds zum Träumen einlädt und an sich recht wenig nach R'n'B klingt. Auch diesmal durfte Lemar mit bekannten Produzenten wie Brian McKnight, Soulpower und Fitzgerald Scott zusammenarbeiten, entsprechend gut hört sich das Album an, progressiv wie bei manch anderen UK Artists ist der Sound aber bei weitem nicht. Allzu gerne vergisst man dabei, dass Lemar ein Produkt der „Fame Academy“ ist, die in bei uns kläglich gescheitert ist. Qualitativ hat das englische Pendant wenig mit den Ergüssen deutscher Casting-Shows gemeinsam, dennoch merkt man, dass Lemar kein gewachsener Star ist. „Time To Grow“ ist ein tolles Album aber auch wahnsinnig brav. Bei einem kuscheligen Abend zuhause mag das nicht stören. Wertung 7/10.