Lea-Won represented München und bringt jetzt mit „Trotzdem und gerade deshalb“ seine erste CD an den Start, die 21 Mal open-minded und sozialkritischen Rap bietet. Seine Connections hat der Rapper, der 1999 mit dem Texte schreiben begann, in ganz Deutschland und so steuerte selbst Kaos eine Produktion bei, daneben hat Lea-Won auch einige Beats selber gemacht. Als Gastrapper schauen Nic Knatterton (Aachen) und Koljah (Düsseldorf) bei, fast alle Tracks bestreitet Lea-Won aber alleine. Die Stücke wirken allesamt sehr ausgefeilt, die Beats sind verschachtelt und nie anspruchslos arrangiert, zahlreiche Scratches runden das Bild ab. Textlich ist das Werk sehr interessant, aber es zeigt sich einfach, dass Lea-Won nicht der große Entertainer ist. Sein Rapstyle ist über Albumlänge gesehen zu monoton (77 Minuten), da hätten ein paar mehr Features gut getan. Sein Debütalbum ist jedenfalls alles in allem empfehlenswert, eben was zum Mitdenken und nicht zur Unterhaltung. Wertung 6/10.