Drei große Bands hat Uruguay in erster Linie zu bieten, dies sind No Te Va Gustar, Abuela Coca und natürlich La Vela Puerca. Der Achter aus Montevideo dürfte dabei gerade im Ausland zu den bekanntesten Bands zählen, denn hier in Deutschland gab es schon eine Tour mit den Ärzten, ihre Alben nahmen sie schon in Los Angeles auf. Seit fast 10 Jahren ist die Band aktiv, im Jubiläumsjahr erscheint jetzt bei uns das 2004 fertig gestellte (offiziell) dritte Album der Band „A Contraluz“. Musikalisch gibt es typisch lateinamerikanische Mischung von rockigem Ska bis gefühlvollen Liedern, „En El Limbo“ klingt mit seinen Geigen sogar etwas nach Britpop. Dagegen fahren La Vela Puerca auf „De Atar“ ihre Geschütze auf und rocken durchs Land. Mal gibt es ein stadiontaugliches „Un Frasco“, mal ein punkiges „Doble Filo“. Wie auch immer, immer geht die Band mit Charme vor. Insgesamt 14 Songs gibt es auf „A Contraluz“, die jedes Ska/Latin/Salsa Herz erobern dürften. Zwar fehlt das ganz große Highlight, der absolute Smasher, dafür aber kann man das Werk durchgängig genüsslich hören. Wer ein bisschen Spanisch versteht kann die Texte im Booklet nachlesen, denn einiges zu sagen haben La Vela Puerca auch. Wertung 8/10.