In die USA wird Laurent Garniert nicht mehr reisen, als Protest gegen die Einreisebestimmungen, die seine Privatsphäre verletzen. Zu uns kommt er aber mit seinem neuen Album „The Cloud Making Machine“, ein Album, das mit der Vergangenheit des französischen House-Inszenators bricht. Nicht mehr tanzbar, nicht mehr glamourös sind die neuen Stücke, dagegen Downbeat mit u.a. dem norwegischen Jazz-Pianisten Bugge Wesseltoft, Sänger Dhafer Youssef und Saxophonist Philippe Nadaud. Es ist ein ganz schön schwerer Brocken, den uns der Meister hier vorsetzt. Klassische Songstrukturen muss man erst gar nicht suchen, dagegen hört man Geräusche aus dem Off, dazwischen mal ein verhaltener Beat, die dunkle Atmosphäre prallt auf experimentelle Wegfindung. Das ist nicht immer anstrengend und manchmal angenehm flow-umhüllt jazzig und warm, eine eindeutige Linie gibt es jedenfalls nicht. Was man nicht behaupten kann ist, dass hier nicht viel geboten würde, wer auf eine klangliche Entdeckungsreise gehen will kommt hier voll auf seine Kosten. Nur House und Techno darf man auf Laurent Garnier's „The Cloud Making Machine“ nicht erwarten. Für all diese ist eine Autobiografie unter dem Titel „Elektroschock“ (bei Amazon) erschienen. Wertung 8/10.