Man kennt ja das Phänomen: Kaum hat eine bestimmte Band einen richtige Charterfolg, schießen Vertreter ähnlicher musikalischer Ausrichtung wie Pilze aus dem Boden. Gothic Rock mit Frauenstimme? Sicher sehr erfolgreich momentan angesichts einiger prominenter Vertreter. Ist Lab also nur ein weiteres Plagiat dieser Darreichungform der Rockmusik? Nein, definitiv. Denn Lab hat all das nicht, was Bands wie Nightwish & Co. erfolgreich und gut machte. Aber Die Finnen haben ganz andere Qualitäten. Viel ruhiger und melodischer kommt ihre Musik daher. Aber nicht zwingend düster, weswegen sich teilweise sich Erinnerungen an Bands wie Coldplay (siehe „Love Like Hell“) aufdrängen. Dazu der wunderbare Gesang der Frontfrau, der viel leiser als der mächtige Operngesang Tarja Turunens klingt. Oder einfach zarter. Und deshalb immer dann richtig gut ist, wenn er zu gefühlvollen Songs erklingt (man höre den Titelsong). Zum Mitrocken wird bei „Where Heaven Ends“ sicherlich keiner animiert. Aber die wunderbar melodische Musik ist für ruhigere Momente uneingeschränkt zu empfehlen. Fazit? Klasse-Album! Wertung 8/10.