Gewisse Rapper schaffen es immer wieder eine Menge anzusprechen, die weit über die HipHop-Szene hinaus geht. Einst war das Wyclef Jean, heute sind es Gruppen wie The Roots. K-OS, kanadischer Rapper, dürfte mit seinem neuen Album jetzt auch den Geschmack der Indie-Generation treffen. Bei seinem Debüt „Exit“, das ein überraschend großer Erfolg war, war das noch nicht so. Bis auf die Basis, das Gerüst, hat „Joyfull Rebellion“ wenig mit HipHop zu tun, gesungen wird genauso wie gerappt, Gitarre und Spoken Word, Soul, Funk und Jazz, alles steht gleichberechtigt nebeneinander. Zwar überrascht da ein klassischer Old-School Breakbeat Track „B-Boy Stance“, aber das ist die Ausnahme. Auf „Commandante“ verbreitet Kevin Brereton aka K-OS spanisches Flair, auf „The Love Song“ arbeitet er mit Pop-Beats wie die Black Eyed Peas. Daneben zeigt K-OS als Songwriter im Stile eines David Gray „Hallelujah“ oder mit Reggae-Spirit „Crucial“. Insgesamt ist „Joyfull Rebellion“ musikalisch ein fantastisches und faszinierenden Album, da kann man es auch verschmerzen dass nicht jeder Song restlos überzeugt. Wertung 8/10.