Dass sich die junge Osbourne durchsetzen kann hat wohl niemand bezweifelt , aber da es im Punk nicht so gut geklappt hat gibt es auf ihrem neuen Album nur noch Wave und Synthie. Entstanden ist das Werk parallel zu ihrem Aufenthalt in einer Entzugsklinik, vielleicht auch deshalb zeigen sich die Songs viel tiefsinniger, von der widerspenstigen Osbourne Rockgöre ist hier nicht mehr viel zu sehen. Gleichzeitig steht ihr der neue Sound viel besser, denn dass sie nicht die beste Sängerin ist, geht in der Hochglanzproduktion von Linda Perry (Pink, Gwen Stefani, Courtney Love) unter. Die Zeitreise in den Synthie-Pop der 80er hat einige Hits hervorgebracht, nicht nur die Single „One Word“ ist einer. Auch sonst sind die Melodien eingängig und die Songs willig zu fesseln. „Sleeping In The Nothing“ mag für das, was man von Kelly Osbourne erwartet hatte, überraschend klingen, allgemein gesehen ist das 80's Revival aber nichts neues. So oder so, Kelly hat das Beste daraus gemacht. Schnörkellos, einfach, gut. Wertung 7/10.