Es ist momentan ja durchaus in, ein „rockiges“ Image zu haben. Selbst solche Pop-Sternchen wie Jeanette Biedermann oder Gracia, Deutschlands Starterin beim Eurovision Song Contest, ziehen sich schwarz an, engagieren Gitarristen und Drummer - und kommen damit in die Charts (wenn auch im letzten Fall mit kaufkräftiger Unterstützung des eigenen Produzenten). Rock-Image und Mainstream? Das scheint zu passen. Was hat dies nun aber mit Kaylou zu tun? Nun, auf dem Cover ihres Debütalbums zeigt sich die 18Jährige stilecht mit schwarzer Lederjacke. Und die erste Single „Lullaby“ ließ ein durchaus alternative-rockiges Album vermuten. Allerdings: Weit gefehlt. Schon der zweite Song „Baby“ (man achte auf den Titel) verdeutlicht die Marschrichtung des Albums „Kayloaded“: Seichter Pop, bei dem zwar ab und zu mal eine E-Gitarre zum Einsatz kommen darf - aber gefälligst nicht zu laut! Schade, denn der nach der ersten Single erhoffte frische Alternative Rock bleibt komplett aus. Stimmlich muss man Kaylou zwar durchaus Talent bescheinigen - die Songs sind jedoch konsequent glatt und somit radiokompatibel gebügelt (mit Ausnahme der erwähnten Single „Lullaby“ und „Under My Spell“). Und so rauscht das Album beim Anhören nur so vorbei, es bleibt nichts im Gehörgang hängen. Einfach nur Mainstream, einfach nur langweilig – und einfach nur schade! Wertung 2/10.