Eine Gitarre und seine Stimme reichen ihm um im Großstadtdschungel von Hamburg auf sich aufmerksam zu machen, Romantik zwischen Meer, Hafen und Millionen von Menschen. Songwriter-Pop ist das wohl, wobei man nicht allzu viel an Songstrukturen erwarten sollte, es sind die Texte, die hier zählen und den Kern bilden. 13 Lieder, 40 Minuten, da gibt es schon einiges zu erzählen. Interessant ist, dass Karamel nicht langweilt, obwohl doch so wenig passiert auf seinem Album, und es auch keine Pflicht ist, es vorm Lagerfeuer zu hören. „Es gibt hier nichts“ und „Es wird nichts geschehen“, diese Titel sind wohl bezeichnend für das Album. Dabei kann Karamel wie auf dem Titeltrack „Komm besser ins Haus“ auch durchaus Emotionen zeigen und aus sich rausgehen, fast schon mitreißend sind diese Stücke. Dieses Album wird man nicht immer brauchen, aber in manchen Situationen lieben. Wertung 7/10.