Dreimal München und dann diese Power, Joe Leila zeigen wo der Rockhammer in Deutschland hängen kann. Das Trio fabriziert einen Mix aus Rock'n'Roll, Alternative und Emo, das ist zwar alles nicht neu, aber auf „Black Dog White God“ doch neu überzeugend. Die Band hat etwas von dem Druck und der Eingängigkeit der Beatsteaks, wirkt aber nicht wie eine Kopie. Jeder Song wirkt sicher in Szene gesetzt, auch die Coverversion von „My Sharona“, die man allerdings auch schon besser gehört hat. Dafür verstehen sich Joe Leila auch auf Akustik-Nummern wie „Naked“. Schade dass die Ideen da nicht ganz für eine Albumlänge reichen, so packend der Longplayer am Anfang auch ist, gegen Ende geht im etwas die Luft aus. „Bob Track“ macht zwar nochmal was gut, dennoch wird der starke Eindruck des Beginns nicht bestätigt. So oder so bleibt „Black Dog White God“ aber ein gutes Debütalbum das zeigt, dass Joe Leila das Zeug haben oben mitzuspielen. Ganz unerfahren sind die Jungs auch nicht, in ihren Vorgängerbands spielten sie schon mit Green Day oder Soul Asylum. Mann kann jedenfalls auf weitere Livekonzerte gespannt sein. Wertung 7/10.