Aus Schweden kennt man mittlerweile so einigen HipHop, Looptroop allen voran. Iron African ist dagegen immer noch einer der unbekannteren Namen, obwohl der Rapper ugandischer Abstammung schon mit zahlreichen Größen die Bühne teilte. Seine erste Single „720 Degrees“ veröffentlichte er noch unter dem Namen Shiny Dayz, auch deshalb sieht man jetzt mit „Third World Animal“ zum ersten Mal seinen Namen in allen Plattenläden. Das Debütalbum ist ein amerikanisch klingendes Werk mit europäischen Inhalten, nicht nur der Track „Welcome To Europe“ unterstreicht dies. Die Beats sind vielschichtig konstruiert, klingen warm und dürften allgemein allen Looptroop Anhängern gefallen. Auch wenn in der guten Stunde Spielzeit deeper Stuff dominiert geht es wie auf „Heat“ auch mal nach vorne und die Beats entwicklen ordentlich Druck. Mit 19 Tracks ist das Album aber nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich voll gestopft. Iron African will vor allem eine Message vermitteln, das wird schnell klar, und deshalb kommt er auch ohne prominente Features aus. Die Leidenschaft die den Rapper antreibt hört man aus jedem Track raus, ebenso spürt man an jeder Stelle die Liebe zum Detail. Sicherlich ist „Third World Animal“ nicht das abwechslungsreichste Album, auch ist es eins, dass ohne Hits und Club-Smasher auskommen muss, gleichzeitig gibt es aber auch nur wenige nachdrücklichere und nachhaltigere Alben. Iron African stellt mit seinem Debüt die Grenzenlosigkeit von HipHop unter Beweis, da geht es fast unter, dass er ein sehr talentierte Rapper und Producer ist. Ein Fazit bleibt aber auch, das große Entertainment kommt nach wie vor aus den USA. Wertung 8/10.