Mitten aus der Provinz kommen Infragruen, direkt aus dem schönen Sonthofen im Allgäu. Dort ist die Welt noch in Ordnung und so präsentieren uns Nette und ihre drei Jungs verspielten, verträumten und leicht naiven rockigen Pop. Es geht um „7 Sachen“, Schloss aus Sand“, „Marsmensch“, „Regenbogenbahn“ oder „Knutsch mich nieder“, und doch ist alles „Egal“. Die Musikalität, die sich in ihrer technischen Perfektion am Punk der 80er anlehnt, ist sicherlich nicht der Hauptgrund dieses Album von Infragrün zu lieben. Es ist der Charme der unschuldigen Texte, des willenlos bestimmten Gesangs und der erfrischend grünen Songideen. Das ist nicht der Sound Berlins und doch absolut tauglich fürs Großstadtleben. Ein bisschen Frische brauchen wir doch alle und mehr Frische als Infragrün liefert momentan niemand. Wertung 8/10.