Hot Rod Circuit wissen wie man Emo-Songs schreibt. Schließlich üben sie es ja schon seit nunmehr acht Jahren und fünf Alben. Auch ihr neues Album, „Reality´s Coming Through“, zeigt einmal mehr, dass die fünf Jungs aus Alabama ihr Handwerk verstehen. Genau wie beim vorherigen Album, „Sorry About Tomorrow“, weiß man was einen erwartet – abwechselnd mal etwas poppiger, mal etwas punkiger, mal etwas schneller oder mal etwas langsamer, aber doch immer Emo. Der einzige Unterschied mag höchstens in der glatteren und weniger sperrigen Produktion des neuen Albums liegen. Man kann sogar so weit gehen und „Reality´s Coming Through“ eigentlich schon als „klassisches“ bzw. „konservatives“ Emo-Album bezeichnen, denn Metaleinflüsse oder Ausflüge in die Screamo-Ecke sucht man vergebens. Zu diesem grundsoliden Unterton passt auch, dass Hot Rod Circuit keine kommerziell erfolgreichen Shootingstars ihres Labels sind, sondern sich vielmehr Album um Album ihre Fangemeinde erspielen müssen. Zwar sticht „Reality´s Coming Through“ nicht besonders aus der Masse der vielen amerikanischen Emo-Bands und Veröffentlichungen heraus, doch hört man das Album dieser sympathischen Band einfach gerne und setzt spätestens nach dem dritten Song ein Lächeln auf und fängt an mit dem Fuss zu wippen: Emo halt. Anspieltipps sind „inhabit“, „save you“ und „tell the truth“. Wertung 7/10.