2002 war ein gutes Jahr für Hot Hot Heat. „Make Up The Breakdown“, ihr in diesem Jahr veröffentlichtes Album, wurde in der Musikpresse mit viel Lob bedacht und gemeinhin als eines der Highlights dieses Jahres gefeiert. Drei Jahre und eine ausgiebige Welttour später erscheint das neue, nunmehr dritte Album der vier Jungs aus Vancouver/ Kanada. „Elevator“ dürfte ebenfalls keine Schwierigkeiten haben mit viel Lob überschüttet zu werden bzw. so gesehen das letzte Album sogar noch zu überbieten. Denn mit „Elevator“ fordern Hot Hot Heat den Hörer einmal mehr zum Tanz auf. Produziert von Dave Sardy (u.a. Red Hot Chilli Peppers, The Walkmen) ist ihnen eine sehr eigenständige Mischung aus Sixties-Garagerock, Postpunk, Soul und New-Wave gelungen, die hochexplosiv, abgedreht und sexy ist. Fast alle der 15 sehr eingängigen Songs sind schnell, absolut tanzbar und gehen nach vorne - Hot Hot Heat überbieten hier sogar sich selbst und ihren Vorgänger „Make Up The Breakdown“. Als Vergleiche fallen vielleicht frühachtziger Bands wie XTC, The Clash sowie neuere Bands wie Radio 4 und The Make Up ein. Höchstens die Kurzweiligkeit von „Elevator“ mag den überaus positiven Gesamteindruck etwas stören. Aber auch nur ein wenig, denn wen stört beim Tanzen schon Kurzweiligkeit? Der „Elevator“ in den Hot Hot Heat sich mit ihrem neuen Album begeben haben, wird definitiv auf den Weg nach oben führen. Naja, die vier Jungs brauchen sich keine großen Gedanken um ihre Zukunft machen. 2005 wird mit Sicherheit einmal mehr ein gutes Jahr für die Band - und wahrscheinlich auch nicht das letzte. Wertung 8/10.