Sechs Album schon, die kanadische Heather Nova ist schon lange kein neues Gesicht mehr unter den Songwriterinnen. Doch abgelaufen ist ihre Zeit auch noch nicht, auch wenn behauptet wird, dass „Oyster“ ihr einziges großes Werk war. „Redbird“ schrieb Heather Nova fast komplett alleine, inspiriert durch die Geburt ihres Sohnes und in ihrer Heimat auf den Bermudas. Der Opener „Welcome“ klingt ungewöhnlich poppig, das wundert aber nicht, wenn man weiß dass er zusammen mit Dido entstanden ist. Danach wird das Album direkt ruhiger, so wie man es kennt, geheimnisvoll, vielschichtig und süß-melancholisch. Ideenreich und abwechslungsreich arrangiert zeigen sich die 12 Stücke, darunter auch Chris Isaaks „Wicked Game“. Das Ergebnis ist berührend und überzeugend, aber auch nicht überraschend oder überragend. Fest steht zweifelsohne dass Heather Nova mit „Redbird“ zu alter Stärke zurückgekehrt ist, stark genug um vorne mitzuspielen aber nicht stark genug um sich selber zu übertreffen. Wertung 8/10.