God Forbid haben sich längst in der Metalszene etabliert, spätestens mit „Gone Forever“, trotzdem gelang es der Band um die Köpfe Byron Davis und Doc Coyle nie in die allererste Reihe vorzudringen. Ihr Heil suchten sie stattdessen im permanenten Live-Spielen, u.a. auf dem Ozzfest und mit Slipknot, Machine Head oder Killswitch Engage. Mit dem vierten Album „IV: Constitution Of Treason“ wird sich an dieser Wartestellung wahrscheinlich wenig ändern, denn die Konkurrenz ist nach wie vor übermächtig, musikalisch schaffen es God Forbid sich nochmals zu steigern. Vielseitiger und offener ist der Sound geworden, das Songwriting schlägt auch mal nach links und rechts aus und ist nicht mehr so straightaway . So bleibt Platz für mehr spielerische Elemente wie auf dem überragenden „Chains Of Humanity“. Mancher mag die gnadenlose Gewalt von „Gone Forever“ vermissen, in ihrem neuen Metier präsentieren sich God Forbid jedoch wesentlich selbstständiger und von fehlender Härte kann man auch überhaupt nicht sprechen. Bestes Beispiel für die Melodiösität in den Songs ist allerdings „Divinity“, mit dem sich die Band aus New Jersey deutlich vom üblichen Metalcore-Genre abhebt. Mit „IV: Constitution Of Treason“ und seinen 10 Songs ist die Position des Quintetts deutlich gefestigt, musikalisch anantastbar ist der Sprung nach ganz oben aber immer noch nicht in Reichweite, dazu ist die Truppe zu bodenständig, und das ist ja auch nichts Schlechtes. Wertung 8/10.