The Strokes meets Oasis meets the Libertines, mit Schwerpunkt auf erstgenannten. Ungefähr so könnte man GEM beschreiben, bis auf die Tatsache das GEM im Gegensatz zu ihren Vorbildern nicht aus den USA oder Großbritannien kommen, sondern aus den Niederlanden. In ihrer Heimat sind die fünf Jungs aus Utrecht eine feste Größe, seitdem sie dort im Vorprogramm der Libertines überzeugten und diese an die Wand spielten. Jetzt erscheint ihre Debüt CD. Diese knüpft an die oben genannten Vorbilder an, wobei sich der Einfluss der Strokes viel stärker als alles andere bemerkbar macht, soll heißen weniger Britpop und mehr New York und Velvet Underground. Die Elf-Tracks von „Tell Me What´s New“ rocken was das Zeug hält und die Band lässt einem auf den knapp 38 Minuten ihres Albums kaum Zeit zu atmen. Live sollen GEM dann auch ein ziemliches Erlebnis sein, wozu passt, dass sie 2004 beim Haldern Festival ein sehr beeindrucktes Publikum zurückließen. Ihre Debüt CD hinterlässt leider keinen solchen Eindruck, die Band ist zwar leidenschaftlich und mit voller Kraft zu Gange, doch merkt man ebenso schnell die musikalische Beschränktheit und sollte aus diesem Grunde vielleicht doch eher auf die Tonträger der Vorbilder zurückgreifen. „Tell Me What´s New“ fordern GEM; die Frage muss jedoch zurück an die Band gestellt werden, denn die Antwort heißt hier leider: nicht allzuviel. Wertung 6/10.