Lange hat man nichts gehört von dem Kölner HipHop Urgestein Rick Ski aka Future Rock, seine letzte Platte erschien 2001. Mit LSD gehörte er in den späten 80ern zu den Pionieren des deutschen HipHops, später produzierte und remixte er für namhafte Acts wie die Fanta4 oder Die Firma. Sein neues Album hat damit nichts mehr zu tun, es ist ein reines Produzentenalbum abseits von HipHop geworden, Future Rock hat sich der House-Szene angenähert und nennt seine Musik selbst „Electrodiscofunk“. So wirklich wundern kann das nicht, schließlich ist er Kölner und in Köln regiert der Electro, kaum jemand seines Alters ist noch beim Rap hängen geblieben. Aber ungeachtet jeder Wurzeln ist hier ein erstklassiges Album entstanden, das seinem Namen „Dynamite“ gerecht wird. Viel Funk, viel Groove, etwas Breakbeat und viel Disco-Vibe zeichnen die 16 Tracks, die lässig-relaxt jeden Club rocken. Für alle, die lieber zu Hause entspannen möchten, sind aber auch Nummern wie „The Birth Of Double H“ vorhanden. Insgesamt gibt es jedoch kaum eine Pause zum durchatmen, zu intensiv und steilgehend ist das was Future Rock geschaffen hat, dennoch ist das Album keineswegs nur clubtauglich. 74 packende Minuten, die allen Ansprüchen gerecht werden. Wertung 9/10.