Die bisherige musikalische Karriere von Further Seems Forever kann als erschreckend unkonstant angesehen werden, denn „Hide Nothing“ ist zwar erst das dritte Album, allerdings schon mit dem nunmehr dritten Sänger. Nachdem sich Cris Carrabba nach „The Moon is Down“ ja überaus erfolgreich mit Dashboard Confessional auf Solopfade begeben hat, verabschiedete sich ein Album später Jason Gleason. Mit Ex-Sensefield Sänger Jon Bunch wurde allerdings mehr als adäquater Ersatz gefunden, denn schließlich waren Sensefield in der Emoszene kein unbeschriebenes Blatt. Hört sich soweit zwar gut an, doch leider hapert es bei der Umsetzung. Das Resultat „Hide Nothing“, ist über weite Strecken nichts mehr als langweiliger, beliebiger und austauschbar klingender Durschnittsemopop, dem auch die großartige Stimme von Jon Bunch keine entscheidenden Akzente verleihen kann. Es sind nicht mehr als ein, zwei Songs, die es schaffen, einen Druck und eine Eindringlichkeit zu erzeugen, welche der Band gerecht werden und den man sich auch auf allen der anderen zehn Songs gewünscht hätte. So plätschert das Album leider mehr oder weniger vor sich hin und schafft es nicht zu überzeugen. Der Anspruch von Further Seems Forever und Jon Bunch sollte dagegen schon höher liegen. Wertung 6/10.