„Es begann mit einem Fahrrad, diesem elend falschen Stück, ich trat in die Pedale, und mein Fahrrad trat zurück“. Von wem kann das wohl stammen? Punkrock mit Ska-Elementen in Tateinheit mit verrückt-lustigen Texten. Erste Verdächtige: Die Ärzte. Ausgeschieden, da Alibi vorhanden. Dann vielleicht ein Arzt solo? Etwa Urlaub, Farin? Ja, Farin hat ein neues Album. „Am Ende der Sonne“, 14 neue Punkrocksongs. Natürlich gibt es spaßige Texte – siehe oben (aus der ersten Single „Dusche“) - aber Farin Urlaub kann auch anders. Es findet sich auch Hintergründiges auf diesem Album. Zum Beispiel im Song „Porzellan“, in dem es um die Tragik des ewigen Vergleichens im Leben geht. Oder auch in „Unsichtbar“, denn nicht zu sehen ist ein Liebender wohl für seine Angebetete. Das Problem dabei ist aber, dass die Songs kaum überraschen können. Sie klingen, wie eben auch die Ärzte klingen. Textlich ist das zwar immer wieder amüsant und spannend, musikalisch jedoch nicht gerade abwechslungsreich. Fazit? Allein der Songtitel „Wie ich den Marilyn-Manson-Ähnlichkeitswettbewerb verlor“ sorgt allerdings für mildernde Umstände (und einen Extra-Punkt für die Wertung). Schrecklich knappe sieben Punkte. Wertung 7/10.