Jamberg ist wieder da, nachdem das Label aus dem schönen Amberg (Bayern) in der Vergangenheit schon Alben der Wortkommission und Dj Mahoes vorgelegt hatte, kommt jetzt das Solodebüt von Exzess One, der auch an der Wortkommission beteiligt ist. Seinen Ursprung hört man Exzess One an, etwas Dialekt bringt er mit, ansonsten gibt es aber eher Raps der härteren Sorte, München ist weit. Entsprechend rough ist auch die Produktion von Pro-Du-Sir, leider aber fehlt es den Beats, vielleicht auch gerade deshalb, an Tiefe, über 1,1 Stunden Spielzeit fehlt da einfach die Abwechslung. Wirklich heraus ragt da nur der Titeltrack „Jamberg ueber alles“ RMX, auf dem Dr. J-Kill, Mr. Highde, Mike Crunk, Lia und Lomess gefeatured werden, die Hooks der anderen Tracks sind weniger eingängig. Neben viel Battle gibt es einige Partynummern wie „Spreng den Club“, der Beat ist hier originell, ist aber leider auch produktionstechnisch ziemlich dumpf geraten. „Jamberg ueber alles“ bietet aber auch nachdenkliche Tracks, so „Hand hoch“, wo sich Exzess One mit den Problemen dieser Welt und der Politik auseinander setzt, bzw. dazu aufruft, sich zu wehren. Alles in allem ist hier ein solides Album entstanden, das allerdings noch nicht ganz fertig wirkt und dessen Produktion nur selten ein hohes Level erreicht. Wertung 5/10.