„Arson Architecture“ ist die neue EP der aus dem österreichischen Linz stammenden Estate. Estate machen Screamo, der auf ihrer knapp zwanzigminütigen und in Eigenregie veröffentlichten EP an solch vergleichbaren Bands wie Killswitch Engage, Atreyu, Thrice und vielleicht Boy Sets Fire erinnert. Wie schon bei vielen anderen Veröffentlichungen dieses zurzeit ja sehr populären Genres, fällt es auch Estate etwas schwierig aus der Masse der Veröffentlichungen heraus zustechen – zugegebenermaßen fällt dies hier aber auch besonders schwer Dafür löst die Band ihre Aufgabe allerdings sehr souverän und professionell und wird es mit „Arson Architecture“ definitiv schaffen Freunde dieses Genres zu überzeugen. Wie immer und bei allen anderen vergleichbaren Screamobands auch, wechseln sich hier Metalgitarren und Moshparts mit poppigeren und melodischen Teilen ab. Gerade die im ersten Song „Bleeding Hearts“ in den Vordergrund rückenden Old-School Metallgitarren, die an Iron Maiden oder vielleicht sogar Thin Lizzy erinnern, verleihen der Band eine sehr sympathische Eigenständigkeit, die bei den folgenden fünf Songs leider wieder etwas in den Hintergrund rückt und fehlt. Allerdings klingen Estate immer noch besser als ein Großteil der amerikanischen Screamo-Bands und gerade für eine selbst veröffentlichte CD ist den vier Jungs hier ein großes Maß an Respekt zu zollen. Wertung 6/10.