Epoxies heißt das neueste Signing aus dem Hause Fatwreck und diese haben gleich sehr großes vor und fordern: „Stop The Future“. So heißt es im Titel des zweiten Albums der Band aus Portland, Oregon. Spätestens, wenn die Band im dritten Song, „Everything is synthesized“ singt, muss man ihr sofort beipflichten. Die Musik bewegt sich irgendwo an der Schnittstelle zwischen Punkrock und New Wave, mit einer Gewichtung auf sehr viel 80er Jahre New Wave Science-Fiction-Synthie-irgendwas-Pop und einem ganz kleinen Schuss Punkrock. Mehr Achtziger geht eigentlich nicht, man dürfte schon gar nicht mehr von „New“-Wave sprechen. Naja, das hört sich zwar schlimm an, klingt aber auf „Stop The Future“, wider erwarten, sehr erfrischend und gar nicht abgenutzt und überstrapaziert. Musikalisch dominieren hier insbesondere das Keyboard von FM Static und die extrem ausdrucksstarke und markante Stimme der Sängerin Roxy Epoxy, die an Blondie oder Kim Wilde erinnert. Noch mehr 80er-Charme entsteht durch die Gitarrensoli von Viz Spectrum. Das Album ist vor allem recht kurzweilig, der Spaßfaktor sehr hoch und steht auf „Stop The Future“ eindeutig im Vordergrund – es soll zu den Songs getanzt werden. So sind es gerade die schnelleren Lieder, allen voraus, „Radiation“, die am meisten überzeugen. Um ihren guten Geschmack unter Beweis zu stellen, covern die Epoxies noch die Scorpions mit „Robot Man“ - Interessant. Die Live Shows mit Nebelmaschinen, Stroboskoplichtern und Vinylkostümen soll dann ihr übriges zu dem etwas verrückten Eindruck beitragen. Mit Namen wie Roxy Epoxy, Fritz M. Static, Viz Spectrum, Ray Cathode und Shock Diode, kann man wahrscheinlich gar nicht anders. Einmal mehr: Die 80er sind zurück! Wertung 8/10.