Enola Fall, von der tasmanischen Insel in Australien kommend, die annähernd so groß wie Bayern ist, werden mit Radiohead und Sigur Ros verglichen, und da findet man sie auch wieder. Es ist bereits das vierte Album des Trios, das neben Australien auch schon in UK und den USA zu Airplay kam. Melancholische, ruhige und leidenschaftliche Songs, verzweifelter, in den Bann ziehender Gesang und die sanften Melodien machen den Sound von Enola Fall aus, der durch Trompeten, Violine und Cello abgerundet wird. Trotz der ausschweifenden Arrangements ist das Album insgesamt mit 43 Minuten und 10 Songs kompakt ausgefallen. Es ist eine teilweise fast besinnliche Atmosphäre die Enola Fall erzeugen, das getragene „Sleepless“ ist hier das beste Beispiel, ein Stück perfekt für die Weihnachtszeit. Anderes erinnert dagegen mehr an den UK- und Skandinavien-Sound, das „It's raining again“ im Radiohead-Style mit akustischer Gitarre oder das elektronisch-angehauchte „Don't lose your head“ mit dem Intro „The ocean in your room“. Es ist wahrlich ein schönes Album geworden, ein Album das in schlaflosen Nächten zum Träumen einlädt, ein ist aber kein Album, das es mit den Größen wie Coldplay oder Bright Eyes aufnehmen kann. Wertung 7/10.