Echte Looptroop Fans haben sehnsüchtig darauf gewartet auch wenn noch nicht jeder den Namen Embee als Teil der Schweden inne hat. Nach Promoe gibt es jetzt also den zweiten Ableger aus dem Hause Looptroop und auch hier erinnert wieder viel an den Kern der Band. Das fängt schon beim Artwork an (übrigens gibt es auch ein schönes Poster) und endet natürlich beim typischen Looptroop Sound. Trotzdem ist „Tellings from Solitaria“ aber keine Konkurrenz zum im April 2005 erscheinenden Album der Band, das „Fort Europa“ heißen wird. Musikalisch hat Embee sein Album sehr offen gestaltet, das macht schon der Opener „On My Way There“ klar, auf dem der Jazz dominiert. Auch „Not Tonite“ mit der fantastischen Vanessa Liftig ist kein HipHop. Trotzdem müssen sich alle Rapfreunde keine Sorgen machen, denn nicht nur Looptroop schauen als Feature vorbei sondern auch Rico Wondahman und Timbuktu. Auf ein Album zum Zurücklehnen und Entspannen sollte man sich allerdings einstellen, ob die sanften Klänge von Jose Gonzales „Send Someone Away“ oder Soul mit Bless „Soulrain“, „Tellings from Solitaria“ ist in erster Linie eine musikalische Entdeckungsreise. Und wer danach noch nicht genug hat kann ja schon bald zum neuen Looptroop Album greifen. Wertung 8/10.