Kaum hört man diese Tage von einer neuen britischen Band so muss man schon mit dem nächsten Hype rechnen. Von einem Hype sind die vier Editors aus Birmingham zwar noch entfernt, das Potenzial ist aber durchaus da. Zurück zum Post-Punk, New-Wave und in die 80er eben. Das ist natürlich nichts neues mehr, wird aber selten so überzeugend umgesetzt wie bei den Editors und ihrem Debütalbum „The Back Room”. REM, Joy Division und Echo and the Bunnymen sind die Vorbilder und denen steht das Quartett in Sachen Atmosphäre und tiefgründige Texte in nichts nach. Auch verstehen es die Editors um Sänger Tom Smith in ihre dunklen Gitarrenlandschaften packende Melodien einzubauen, gerade auf der Single „Munich“ gelingt das in überragender Weise. Vor allem aber ist „ The Back Room ” ein Album das als Ganzes wirkt. 43 Minuten lang schaffen es die Editors fesselnd zu unterhalten, düster, geheimnisvoll und bedeutungsschwer. Was will man mehr? Wertung 8/10.