Der neue deutsche Rock an allen Ecken und Enden, und selbst auf dem Land sprießt er überall hervor möchte man jetzt urteilen. Doch hier wird man aufs Glatteis geführt, auch wenn der Sound etwas Provinzielles hat. Köln ist die Heimat der Dorfdisko, vier Jungs die sich in emotionalem deutschen Indie-Pop mit rockigen Gitarren versuchen. Eins wird sicherlich unbestritten bleiben, die 11 Songs des Debütalbums sind eingängig, die Melodien ziehen mit, die Texte sind nie unpassend. Die Mischung ist berechnet, etwas zum lachen, etwas zum weinen, Hüpfsongs, Diskodreher, Balladen, Dorfdisko bedienen alle Facetten die man mit deutschsprachigem Pop-Rock bedienen kann. Doch sagen muss man auch, dass das Album musikalisch belanglos ist und Daniel Roth sich nicht aufs Singen versteht. Den Fans wird das egal sein, sie werden Dorfdisko lieben, weil eben „viel zu stürmisch, viel zu laut“. Wertung 6/10.