Wenn man sein Album mit einer solch wunderschönen Hymne wie „Marching Bands of Manhatten“ beginnen kann, hat man schon die halbe Miete. Eins ist klar, den Opener können Ben Gibbard und seine drei Mannen auf dem fünften Album nicht mehr toppen, aber auch der Rest versprüht den gewohnten Death Cab For Cutie Charme. Es ist das erste Major-Release des Quartetts aus Seattle. Erschien der Vorgänger „Transatlanticism“ hierzulande noch bei dem bekannten Indie-Label Grand Hotel Van Cleef, so ist jetzt Warner Music die Heimat der amerikanischen Indie-Band mit Drang nach oben. Ungezwungen, verspielt und träumerisch zeigen sich die 11 Songs. Death Cab For Cutie besitzen ein großartiges Gefühl für Melodien wie es nur bei wenigen Bands ausgeprägt ist, und so vermögen es die vordergründig schlichten Tracks doch sehr facettenreich zu unterhalten. Pompös sind die Songs nie, die Arrangements sind übersichtlich und beziehen aus der Ruhe die Kraft. Die genialen Momente mögen dabei selten sein, dafür vermögen Death Cab For Cutie es über 40 Minuten lang ohne Unterbrechung zu faszinieren. Kein Fall für große Stadien, aber die Chance eine ganz persönliche Lieblingsband zu bekommen. Wertung 8/10.